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Einsparen von Energie, aber nicht überall?

Die russische Aggression in der Ukraine sorgt nicht nur für viele Todesopfer, unfassbares Leid und wahnsinnige Zerstörung, sondern beeinflusst auch den über Jahre fehlgeleiteten Welthandel. Geschaffene Abhängigkeiten werden in allen Bereichen, insbesondere auch im Energie- und Rohstoffsektor sichtbar.

Die Energiepreise schießen in die Höhe und viele Bürger haben berechtigte Ängste, wie sie diese noch bezahlen sollen. Insbesondere in Anbetracht des bevorstehenden Winters. Während Bürger überfordert werden, steigen Gewinne von Konzernen ins Uferlose. Wie auch schon die Coronakrise gezeigt hat, profitieren große Konzerne und reiche Bürger unserer Gesellschaft von solchen Krisen, während mittelständische und Kleinbetriebe sowie viele ärmere Bürger ums Überleben kämpfen müssen. Ein Gegensteuern unserer „Ampel-Regierung“ erfolgt jedoch nicht. Insbesondere die FDP drückt hier vehement auf die Bremse.

Satt dessen erfolgen viele gute Ratschläge zum Energiesparen. Die Ideen reichen vom Waschlappen bis zu kühlen Wohnungen und Büros. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die armen Menschen in unserem Land diese Maßnahmen schon lange umsetzen, um mit Ihrem Geld auszukommen. Womit diese Vorschläge wahrscheinlich nur ein eingeschränktes Einsparpotential aufweisen.

Eine Maßnahme mit einem deutlich höheren Einsparpotential wird, insbesondere wegen der Blockade der FDP, nach wie vor nicht umgesetzt. Ein Tempolimit!

Die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h auf Autobahnen hat ein Einsparpotential von 2,6 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. Bei der Verbrennung eines Liters Benzin bzw. Diesel entstehen 2,3 bzw. 2,6 kg CO2. Hinzu kommen noch einmal ca. 25 bis 30% für Förderung, Herstellung und Transport, womit wir bei ca. 3 kg CO2 pro Liter Kraftstoff sind. Bei einer solchen Geschwindigkeitsbeschränkung sprechen wir also von einer Einsparung in Höhe von ca. 860 Mio. Liter Treibstoff bzw. 8,6 Mio. MWh Energie pro Jahr.

Und das schöne ist, diese Energieeinsparung hat nicht einmal eine Verringerung der Lebensqualität zur Auswirkung. Im Gegenteil, entschleunigen bedeutet an Lebensqualität gewinnen. Zudem werden Preise bei einer verminderten Nachfrage nach Energie sinken.

Ist eine Regierung noch glaubwürdig, die einerseits zum Energiesparen aufruft und anderseits auf ein solches Potential verzichtet?

Auch entsteht die Frage, warum Energiesparen erst jetzt auf die Agenda gesetzt wird. Die Klimakrise verlangt schon lange unseren exorbitanten Verbrauch an Energie zu reduzieren. Aber die Zerstörung unserer Lebensgrundlage (unseres Planeten) sowie der Zukunft unserer Kinder, ist wohl nicht so eine große Bedrohung wie hohe Energiepreise! Dabei könnten die ersten Klima-Kipppunkte bereits 2030 erreicht werden.

Sparen wir also Energie, wo es geht, und verändern unser Verhalten grundlegend. Die beste Energie ist die, die erst gar nicht verbraucht wird und damit auch nicht gefördert bzw. erzeugt werden muss. So schonen wir das Klima, unsere Umwelt, verbrauchen weniger wertvolle Rohstoffe, erzeugen weniger gefährlichen Abfall und schonen unseren Geldbeutel.

Auch unser Konsumverhalten beeinflusst den Energieverbrauch erheblich. Letztendlich muss jedes Produkt energieintensiv hergestellt und transportiert werden. Kaufen wir nur die Produkte, die wir wirklich brauchen und deren Qualität eine lange Nutzungsdauer versprechen. Verzicht ist unsere Rettung!

Unterstützt gehören jedoch gezielt diejenigen Menschen, die sich die steigenden Preise für ein würdiges Leben nicht mehr leisten können. Menschen, die in unserer Gesellschaft abgehängt sind, bzw. von unserem System ausgebeutet werden. Das in unserem reichen Deutschland 14 Mio. Menschen als arm gelten, ist ein Versagen unserer Regierungen. Der Mensch sollte in das Zentrum des politischen Handelns gestellt werden. Aktuell scheint sich alles nur um die Wirtschaft zu drehen.


Im kommenden Jahr werden in Bayern der Landtag und der Bezirkstag neu gewählt. Die ÖDP setzt den Fokus auf den Menschen und den verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten.

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Wichtiger Hinweis:
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