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Ein Glanzstück niederbayerischer Verkehrswegeplanung!

Gefährliche Querung des Radweges in Plattling über die Umgehung.

Das bei der neuen Umgehungsstraße von Plattling kein Radweg vorgesehen ist, ist eigentlich schon traurig genug. Die nun fertiggestellte Querung des Radwegs zwischen Plattling und Schiltorn über die neue Umgehungsstraße bei der Firma Wiegel zeigt, dass man in Niederbayern nach wie vor bei der Verkehrswegeplanung nur den Kraftfahrzeugverkehr im Sinn hat.

Es ist davon auszugehen, dass die Umgehung stark befahren wird. D. h. bei der Querung dieser Straße ist eine gewisse Vorsicht der schwächen Verkehrsteilnehmer geboten. Der Radweg wird von Plattling kommend, mit einem Schlenker und einer starken Steigung zu Umgehung geführt. Einen Übergang vor der Umgehung ohne Steigung gibt es nicht. Die meisten Radfahrer werden mit dem Schlenker und der Steigung derart beschäftigt sein, dass sie sich keinen Überblick über die Verkehrslage auf der Umgehung verschaffen können und somit in der Steigung anhalten müssen. Anschließend muss für den Radfahrer ein Anfahren in der Steigung erfolgen; sofern dieser nicht rechtzeitig an das Einlegen eines niedrigeren Gangs gedacht hat, ein schwieriges Unterfangen.

Noch gravierender erscheint mir, dass es sich um einen kombinierten Rad- und Fußweg handelt. Diese Wege sind eigentlich auch für behinderte Menschen die z. B. auf einen Rollstuhl angewiesen sind gedacht. Wenn ich mir nun vorstelle, dass ein Rollstuhlfahrer vor der Umgehung in der Steigung anhalten, und dann wieder anfahren muss, scheint mir, dass behinderte Menschen in den Köpfen unserer Verkehrswegeplaner überhaupt nicht vorkommen. Rampen für Rollstuhlfahrer dürfen nicht mehr als 6 % Steigung aufweisen, und müssen am Anfang und Ende, sowie im Abstand von 6 m ein waagerechtes Podest aufweisen. Mit dieser hier praktizierten Lösung wird die Unversehrtheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer billigend extrem gefährdet!

Laut dem zuständigen Bauamt handelt es sich bei der aktuellen Rampe um ein Provisorium. Bei der Ausführung mit fachgerechten Anschlüssen an Umgehung und Bestand, guter Decksicht und angearbeiteten Banketten sind bezüglich dieser Aussage Zweifel erlaubt. Zudem wären für eine fachgerechte Planung und Ausführung alle erforderlichen Daten verfügbar gewesen bzw. hätten ermittelt werden können.


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