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Pestizide belasten unsere Luft!

ÖDP fordert:

Weniger Pestizide und Einhaltung der Vorgaben!

In den Medien wurde im September 2020 veröffentlicht, dass sich einer Studie zufolge, die in der Landwirtschaft verwendeten Pestizide und deren Abbauprodukte kilometerweit durch die Luft ausbreiten. Besonders viele dieser giftigen Wirkstoffe wurden demnach in Bayern vorgefunden.

Der große Aufschrei blieb jedoch aus. Für Rolf Sihr von der ÖDP KV Deggendorf ist dieses unbegreiflich. Abgesehen davon, dass wir Menschen diese giftigen, teilweise als wahrscheinlich krebserregend eingestuften Stoffe, bei unseren täglichen Aktivitäten einatmen, landen diese auch da, wo Sie keiner haben möchte, wie z. B. auf Kinderspielplätzen, Schulhöfen, Sportstätten, in unseren Wohnungen, den Gewässern, auf ökologisch bewirtschafteten Feldern, ….

Die Pestizide stellen für uns Menschen eine extreme Gesundheitsgefährdung da. Infolge der nachgewiesenen Abdrift dieser Stoffe, kann man dem Pestizid-Cocktail nicht durch den Kauf von gesunden, ökologisch, ohne den Einsatz von Pestiziden hergestellten Bio-Produkten entgehen.

Katastrophal ist der Einsatz dieser Pestizide auch für die Tier- und Insektenwelt. Auf die sichtbaren Folgen mit dem gravierenden Verlust der Biodiversität wurde mit dem Bienen-Volksbegehren der ÖDP bereits aufmerksam gemacht.

Dieser Umstand kann so nicht hingenommen werden. Die ÖDP fordert die Politik zum Handeln auf.

Die Zulassung und der Einsatz von ca. 50.000 Tonnen Pestiziden pro Jahr in Deutschland ist der guten Lobbyarbeit der Chemieindustrie zu verdanken. Durch intensive Einflussnahme auf die Politik konnte erreicht werden, dass die Zulassung für das hochgiftige, wahrscheinlich krebserregende Glyphosat um weitere Jahre verlängert wurde. Der Landwirt muss sich fragen lassen, wieso er diese, auch für ihn, seine Familie und seine Mitarbeiter, gesundheitsgefährdenden, hochgiftigen Stoffe überhaupt ausbringt. Ca. 30.000 ökologische Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland zeigen, dass man ohne Pestizide gute und gesunde Lebensmittel produzieren kann.

Daher fordert die ÖDP Pestizide zu verbieten!!!

Bis dahin ist die Ausbreitung von dem Gift-Cocktail in der Luft auf ein Minimum zu reduzieren. Hierzu muss das Ausbringen der Pflanzenschutzmittel entsprechend den Vorgaben eingefordert und überwacht werden. Der Grenzwert für das Ausbringen dieser liegt bei einer Windgeschwindigkeit von ca. 18 km/h. Schon ab einer Windgeschwindigkeit von ca. 11 km/h muss der Landwirt Vorkehrungen treffen, die eine Abtrift der Pestizide reduziert.

Auf eine entsprechende Anfrage von der ÖDP beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) bekamen wir in der Antwort die indirekte Bestätigung, dass hier lediglich auf die Einhaltung der Vorschriften durch die Landwirte vertraut wird und keine Kontrollen stattfinden. Die ÖDP fordert im Interesse unserer aller Gesundheit und natürlich auch der Biodiversität die Zulassungs- und Kontrollbehörden auf, das bisherige Vorgehen komplett zu überdenken.


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