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Illegaler Welpenhandel

Tierleid verhindern, Täter bestrafen!

Der Wunsch nach Haustieren ist während der Pandemie stark angestiegen. Aus den Medien erreichen uns aktuell ständig Meldungen, dass der illegale Welpenhandel boomt, da seriöse Züchter die starke Nachfrage nach jungen Hunden nicht mehr bedienen können. Für Rolf Sihr, Direktkandidat der ÖDP für die Bundestagswahl, und selbst Hundebesitzer, ist das daraus resultierende Tierleid nicht hinnehmbar. Die illegal, oft im Internet, erworbenen jungen Hunde stammen vielmals aus fürchterlichen, sogenannten Hinterhofzuchten in Südosteuropa. Immer häufiger werden kranke, ungeimpfte und viel zu früh von der Mutter getrennte Welpen, zusammengepfercht, gerade auch an den bayerischen Grenzen, aufgegriffen. In den kommunalen Haushalten zeigen sich zudem seit Jahren steigende Aufwendungen für die tierärztliche Versorgung aufgegriffener Jungtiere.

Dabei müsste dieses Leid nicht sein, so Rolf Sihr. Schließlich hat die CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart, bis Mitte dieser Legislaturperiode Vorschläge für konkrete Maßnahmen bis hin zu Verboten vorzulegen. Rolf Sihr hat daher im Februar 2021 beim CSU-Bundestagsabgeordneten Thomas Erndl nachgefragt, was aus dem Versprechen der Koalition geworden ist, gegen den Heimtierhandel im Internet und gegen den illegalen Welpenhandel vorzugehen. Auch wollte Rolf Sihr wissen, was Herr Erndl bis zum Ende der Legislaturperiode diesbezüglich noch vor hat. Eine Antwort hat die ÖDP leider nicht erhalten.

Der illegale Welpenhandel muss umgehend mit wirksamen Maßnahmen verfolgt und bestraft werden, sagt Rolf Sihr. So muss die Regierungskoalition auf der Grundlage ihrer Vereinbarungen noch in dieser Legislaturperiode handeln. Die ÖDP fordert, wie es beim Drogenhandel gang und gäbe ist, das benutzte Fahrzeug einzuziehen, um den Tätern das tierquälerische Handwerk zu legen.

 

Auszug aus dem Koalitionsvertrag CDU/CSU und SPD (S. 86:)

„Die intensiven Bemühungen zur Erforschung und Anwendung von Ersatzmethoden für Tierversuche wollen wir fortführen. Wir haben in verschiedenen Bereichen Herausforderungen im Tierschutz (Wildtier- und Exotenhaltung, Qualzuchten, Tierbörsen, Internet und Versandhandel von lebenden Heimtieren, illegaler Welpenhandel, Situation der Tierheime und Heimtierzubehör). Das für Tierschutzfragen zuständige Ministerium wird bis zur Mitte der Legislaturperiode Vorschläge für konkrete Maßnahmen bis hin zu Verboten zur Verbesserung des Tierschutzes in diesen Bereichen vorlegen.“