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Bauwahnsinn in Deggendorf

ÖDP unterstützt Forderung für einen "Grünen Kosterberg"

In Deggendorf scheint der Wandel der Zeit noch nicht angekommen zu sein. Das Wirken der Entscheidungsträger ist noch ganz auf unendliches Wachstum und damit auf Ressourcen- und Flächenverbrauch sowie Umweltzerstörung ausgelegt. Da soll der schöne und wertvolle Klosterberg zugebaut, ein neues Baugebiet in Fischerdorf erschlossen und auch noch eine neue Brücke über die Donau gebaut werden. Das Vorhaben „Schachinger Gärten“ sowie diverse Bauvorhaben der Wohnbaugesellschaften sind auch nicht zu vergessen. Bei den ganzen Planungen steht wohl kaum der Mensch und Bürger im Vordergrund, der eher an so wertvollen Grünflächen wie dem Klosterberg Gefallen findet, als an architektonisch wenig ansprechenden Wohnblöcken, die zudem beim Klosterberg einen hohen Erschließungsaufwand erfordern. Vielmehr ist dieser Bauwahnsinn wohl dem geschuldet, dass sich mit einem maximalen Aufwand an Material, Arbeit, Energie, Erschließung und Flächenverbrauch ein Maximum an Profit und Prestige erzielen lässt.

Aus Sicht der ÖDP wirkt vor allem verstörend, dass die CSU-Stadträte hier plötzlich klimaneutrales Bauen als Argument für die Bebauung heranziehen wollen. Es ist bisher nirgendwo erkennbar, dass eine umweltfreundliche Stadtgestaltung auch nur im Geringsten angedacht ist. Außerdem fehlt ein Verkehrskonzept für den Zufahrtsbereich zu diesem geplanten Wohngebiet. Da die Zufahrt über den nördlichen und östlichen Stadtgraben ohnehin schon staugefährdet ist, ist eine erhebliche Behinderung der Rettungsfahrzeuge auf dem Weg ins Krankenhaus zu erwarten.

Die ÖDP stellt die Frage, ob Deggendorf diesen Bauwahnsinn überhaupt benötigt. Geht man durch die Stadt, entdeckt man Leerstände und ungenutzte Immobilien, sowie wertvolle Innenstadtflächen die mit eingeschossigen Verkaufs- und Gewerbegebäuden bebaut bzw. mit Parkplätzen belegt sind. Für die ÖDP eine Verschwendung der Ressource Baugrund. Die Nachverdichtung der Innenstädte wäre auch aus Gründen der kurzen Wege für die Nahversorgung und die einfachere Anbindung an den ÖPNV und damit für den Klimaschutz sinnvoll. Eine solche Nachverdichtung ist jedoch unbequemer und nicht so lukrativ wie Neubauten auf der ,,Grünen Wiese". So wird der Flächen- und Ressourcenverbrauch und damit auch die Klimakrise von der Mehrheit der Stadträte auf Kosten der nachfolgenden Generationen rücksichtslos beflügelt. Verstärkt wird dieses noch durch die Niedrigzinspolitik. Wohnungen und Immobilien sind auch als Leerstand ohne Mieteinnahmen, als sogenanntes „Betongold“, eine lukrative Kapitalanlage. Das führt zu Wohnungsknappheit und hohen Mieten.

Fridays for Future hat der Stadt Deggendorf zum Jahresanfang einen Forderungskatalog für den Klima- und Umweltschutz, unter anderem auch zum Thema Wohnen und öffentlicher Bau übergeben. Diese Forderungen der jungen Generation, die nicht weniger im Sinn hat, als die Lebensgrundlage für sich und den nachfolgenden Generationen zu sichern, findet bedauerlicherweise in Deggendorf kein Gehör und damit keine Umsetzung in eine "Enkeltaugliche Politik"

Die ÖDP fordert den ungezügelten Flächenfraß und damit auch das Bauvorhaben „Klosterberg“ umgehend zu stoppen, dafür eine sinnvolle Nachverdichtung der Innenstädte zu fördern, sowie Leerständen mit einer geeigneten Grundsteuer entgegenzuwirken.


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