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persönlicher Kommentar

Frequenzbringer in Plattling gesucht!

Es wäre sicher sehr wünschenswert, wenn eine Innenstadt wie Plattling nicht aussterben würde. Leider liegen die Aushöhlung und das Aussterben der Innenbereiche von Städten und Gemeinden im Trend des Zeitgeschehens. Das Gegensteuern bedarf daher besonderer Anstrengungen und Ideen. Da erscheint es schon sehr blauäugig, wenn Bürgermeister Schmalhofer das geplante Fachmarktzentrum in der Scheiblerstraße nicht als Konkurrenz zur Innenstadt sieht. Der Globus zeigt es deutlich, wie die Bürger aus den Gemeinden herausgezogen werden. Mit seinem umfangreichen Angebot ist dieser heute Begegnungszentrum für Jung und Alt. Ein weiteres Fachmarktzentrum mit einem Discounter wie dem Aldi würde diesen Trend nochmals verstärken. Zudem werden die Wege zu den Einkaufzentren auf der „grünen Wiese“ in der Regel mit dem Auto zurückgelegt, was im Kampf gegen die Klimakrise genau die falsche Weichenstellung ist. Auch mit dem Flächenfraß hat die „Nach mir die Sintflut – Politik“ der Stadt Plattling keine Probleme, wie insbesondere am Ortsausgang der Straubinger Straße deutlich wird. Das der Verlust der Biodiversität die Existenz unserer Spezies noch stärker gefährdet, als die Klimakrise, scheint man einfach auszublenden.

Erschreckend ist, dass selbst vor Überlegungen wie weitere Parkplätze, Parkhäuser oder sogar einer Tiefgarage nicht halt gemacht wird. Seit wann erhöhen Blechlawinen die Attraktivität von Städten? Wer möchte schon seine Pizza neben lärmenden, stinkenden und staubenden Autos genießen. Europäische Nachbarländer haben das schon lange erkannt. So gibt es z. B. in Holland Gemeinden in denen das Auto den Status eines (nicht willkommenen) Gastes hat.

Aber auch der Bürger muss umdenken. Man muss nicht jede Strecke mit dem Auto zurücklegen. Auch die Füße und das Fahrrad sind geeignete Fortbewegungsmittel. Die gewonnene Bewegung stärkt die Gesundheit, erhöht damit die Lebensqualität und entlastet zudem unser Gesundheitssystem. Auch werden Geldbeutel geschont und man trägt zum Energiesparen bei. Voraussetzung hierfür sind jedoch eine gute Nahversorgung und eine gute und sichere Infrastruktur für Fußgänger und Fahrradfahrer. Hat die Innenstadt dann noch viel Grün, Verweilmöglichkeiten und eine ansprechende Gastronomie zu bieten, lädt dieses vielleicht wieder viele Bürger zum Einkauf und Aufenthalt ein.

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