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Auf dem Highway zur Klimahölle

ÖDP-Deggendorf zur Weltklimakonferenz COP27 und zu den Klimaaktivisten "Lezte Generation"

1,5°C-Ziel ist nicht mehr einzuhalten!

„Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle – mit dem Fuß auf dem Gaspedal“, so beschreibt der UN-Chef Guterres treffend und mahnend die aktuelle Situation. Dennoch haben die Regierungen den Fuß auf dem Bremspedal, wenn es um das Gegensteuern und die Reduzierung der Treibhausgase geht. Hierfür bedürfte es eines Turbos beim Ausbau der erneuerbaren Energien, sowie einer deutlichen Reduzierung des exorbitanten Energieverbrauchs. Dazu ist aber eine radikale Abkehr von den wachstumsorientierten Wirtschaftssystemen dringend erforderlich.

Bei uns bereiten CDU/CSU und FDP gerade den Wiedereinstieg in die Atomenergie vor. Auch die Gasförderung durch Fracking ist im Gespräch. Im Gegenzug möchte man sich in Bayern für die Ausweisung von Windenergie-Vorranggebieten bis zum Jahr 2032 zeitlassen. Die Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir, die mühsam erkämpften 4% Ackerbrache unter dem Druck der Agrarlobby zu opfern, ist ein weiteres Beispiel, dass Klima- und Umweltschutz bei uns keine Priorität hat.

Wie Wissenschaftler feststellen, ist das 1,5°C-Ziel nicht mehr einzuhalten. Wir steuern aktuell auf eine Erderwärmung von 2,5 bis 3,0°C bis zum Ende des Jahrhunderts zu. Die damit verbundene existentielle Bedrohung allen Lebens auf unserem Planeten, ist weder im Bewusstsein der Bürger noch bei der Politik angekommen. Daran wird auch die Weltklimakonferenz COP27 nichts ändern. Wir erwarten daher keine Entscheidungen, die dem erforderlichen Handlungsbedarf gerecht werden.

 

"Letze Generation", Aktionen durchaus verständlich!

Zu den Protestaktionen der „Letzte Generation“ kann man geteilter Meinung sein. Betrachtet man aber den auf Seiten der Regierungsverantwortlichen mangelnden Willen endlich kreative und brauchbare Lösungen zur Bewältigung der Klimakrise zu finden, so kann man für die Aktionen der "Letzten Generation" durchaus Verständnis aufbringen. Auf der anderen Seite sind Handlungen, die sich außerhalb geltender Regeln und Gesetze bewegen, die u.U. sogar Leib und Leben von Menschen gefährden, die fremdes Eigentum beschädigen oder gar wertvolle Kulturgüter vernichten, abzulehnen.
Mit Ihren Aktionen bringen die Klimaaktivisten das Versagen von Politik und Bürgern in die öffentliche Diskussion. Da man hier weder Politik noch Verhalten ändern möchte, müssen diese möglichst schnell „mundtot“ gemacht werden. Der tragische Tod der Radfahrerin in Berlin wurde daher von der Politik instrumentalisiert. Insbesondere das harte Durchgreifen in Bayern mit einem 30-tägigem Polizeigewahrsam erscheint vollkommen überzogen.
Letztendlich ist aber zu befürchten, dass die Aktionen der „Letzten Generation“ der gesamten friedlichen Klimabewegung schaden werden.

 

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