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Der illegale Welpenhandel boomt!

Rolf Sihr, ÖDP Deggendorf, erinnert den Bundestagsabgeordneten, Thomas Erndl (CSU) an den Koalitionsvertrag.

Der Wunsch nach Haustieren ist während der Pandemie stark angestiegen. Doch eine Bestellung im Internet sorgt oft für großes Tierleid. Derzeit wird der illegale Internethandel mit jungen Hunden angeheizt, weil seriöse, gesetzestreue Züchter im Inland die Nachfrage nicht mehr decken und Tierheime in der Regel oft nur erwachsene Tiere vermitteln können. Die so erworbenen jungen Hunde stammen oft aus fürchterlichen, sogenannten Hinterhofzuchten in Südosteuropa. Immer häufiger werden kranke, ungeimpfte und viel zu früh von der Mutter getrennte Welpen, zusammengepfercht, gerade auch an den bayerischen Grenzen, aufgegriffen. In den kommunalen Haushalten zeigen sich zudem seit Jahren steigende Aufwendungen für die tierärztliche Versorgung aufgegriffener Jungtiere.

„Wir haben dringenden Handlungsbedarf“, stellt der ÖDP- Direktkandidat für die Bundestagswahl, Rolf Sihr, fest, „und zwar auch bei der Verschärfung der Strafen“. Die Gewinne im illegalen Welpenhandel seien so hoch, dass die üblichen Geldstrafen nicht abschrecken.

„Was beim Drogenhandel gang und gäbe ist, sollte auch illegalen Welpen-Händlern drohen: Auto futsch“ verlangt der ÖDP-Kandidat Rolf Sihr in einem Brief an den Bundestagsabgeordneten Thomas Erndl. „Was ist aus dem Versprechen der Koalition geworden, gegen den Heimtierhandel im Internet und gegen den illegalen Welpenhandel vorzugehen", möchte Rolf Sihr von Thomas Erndl wissen. „Vorschläge für konkrete Maßnahmen bis hin zu Verboten“ haben die Regierungsparteien eigentlich in ihrem Koalitionsvertag vereinbart, um den Tierschutz zu verbessern. „Was ist bisher geschehen und was haben Sie noch bis zum Ende der Legislaturperiode im Herbst vor?“, erkundigt sich Rolf Sihr.

Ein Einzug des benutzen Fahrzeuges wäre ein wirksameres Mittel, um Tätern das tierquälerische Handwerk zu legen.

 

Auszug aus dem Koalitionsvertrag CDU/CSU und SPD (S. 86:)

„Die intensiven Bemühungen zur Erforschung und Anwendung von Ersatzmethoden für Tierversuche wollen wir fortführen. Wir haben in verschiedenen Bereichen Herausforderungen im Tierschutz (Wildtier- und Exotenhaltung, Qualzuchten, Tierbörsen, Internet und Versandhandel von lebenden Heimtieren, illegaler Welpenhandel, Situation der Tierheime und Heimtierzubehör). Das für Tierschutzfragen zuständige Ministerium wird bis zur Mitte der Legislaturperiode Vorschläge für konkrete Maßnahmen bis hin zu Verboten zur Verbesserung des Tierschutzes in diesen Bereichen vorlegen.“