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Qualvolle Tiertransporte, auch aus Osterhofen, nach Algerien

ÖDP fordert solche qualvollen Tiertransporte rechtssicher zu verbieten!

Es ist ein Skandal, so der ÖDP-Kreisverband Deggendorf. Circa 80 Rinder aus Niederbayern, darunter auch Tiere aus Osterhofen, Landkreis Deggendorf, werden über mehrere 1000 Kilometer nach Algerien in Nordafrika transportiert. Aus gutem Grund waren solche Transporte vom bayerischen Umweltminister per Erlass verboten. Die teilweise trächtigen Tiere erwartet auf den über Tage andauernden Transporten in engen Verhältnissen und bei Wassermangel, ein Land mit ganz anderen klimatischen Verhältnissen. Infolge keiner oder nur geringer Tierschutz-Standards, so die ÖDP unter Verweis auf eine Stellungnahme vom DEUTSCHEN TIERSCHUTZBUND E.V., Stand Oktober 2019, werden die Rinder in diesen Ländern teilweise brutal behandelt. Schlachtungen erfolgen, mangels geeigneter Schlachthöfe, oftmals unter qualvollen Bedingungen auf den Haltungsbetrieben und Märkten. In moslemischen Ländern hat zudem die Schächtung Tradition. Die Futtermittelerzeugung ist problematisch, da landwirtschaftliche Produktionsmöglichkeiten kaum für die eigene Ernährung der Menschen ausreichen.

Möglich werden diese Tiertransporte, weil wohl einige skrupellose Viehzüchter, für die Tierwohl eher keine Rolle spielt, vor dem VGH gegen den Erlass geklagt haben. Rolf Sihr, nominierter ÖDP-Direktkandidat für die Bundestagswahl, ist sich sicher, dass dieses Vorgehen nur mit blanken Profitinteressen zu erklären ist. Offensichtlich war der Erlass mit so wenig Sorgfalt erstellt, dass dieser bei der rechtlichen Überprüfung gegen EU-Recht nicht standhalten konnte. Die ÖDP fordert die bayerische Staatsregierung auf, die Schlupflöcher umgehend zu schließen, und solche qualvollen Tiertransporte rechtssicher zu verbieten.