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Pressemitteilung

Verbraucher müssen erkennen können, was sie kaufen!

EU plant Kennzeichnungspflicht von "Gentechnik-Produkten" zu lockern.

ÖDP Deggendorf schreibt offenen Brief an Manfred Weber

„Wer Bio kaufen möchte, muss auch künftig erkennen können, was er kauft“

In der kommenden Woche stimmt das Europäische Parlament über neue Regeln für Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren ab. Die ÖDP Deggendorf hat deshalb den Europaabgeordneten Manfred Weber in einem offenen Brief aufgefordert, sich für den Erhalt einer gentechnikfreien Landwirtschaft und für die Wahlfreiheit der Verbraucher einzusetzen.

„Es geht nicht darum, Forschung oder neue Technologien grundsätzlich abzulehnen“, erklärt Astrid Ruschitschka von der ÖDP Deggendorf. „Aber die Menschen müssen weiterhin selbst entscheiden können, was auf ihrem Teller landet.“

Nach den geplanten EU-Regeln könnten künftig viele Produkte aus neuen gentechnischen Verfahren ohne Kennzeichnung verkauft werden. Genau das sieht die ÖDP kritisch.

„Wer Bio kaufen möchte, muss auch künftig erkennen können, was er kauft“, so Ruschitschka. „Wenn die Technik so sicher ist, wie ihre Befürworter sagen, warum sollen Verbraucher dann nicht erfahren dürfen, dass sie eingesetzt wurde?“

Außerdem sollen nach den Plänen wichtige Kontrollen und Kennzeichnungen wegfallen, die bisher dafür sorgen, dass Verbraucher und Landwirte wissen, womit sie es zu tun haben. „Erst prüfen, dann lockern – dieser Grundsatz sollte auch bei neuen gentechnischen Verfahren gelten“, so Ruschitschka.

Besonders kritisch sieht die ÖDP die Folgen für den ökologischen Landbau. Bio-Betriebe und Verbraucher sind auf eine klare Kennzeichnung und nachvollziehbare Herkunft angewiesen.

Für die ÖDP hat das Thema noch eine weitere Bedeutung. Mit dem Volksbegehren Artenvielfalt hat die ÖDP gemeinsam mit über 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürgern wichtige Verbesserungen für Natur- und Artenschutz in Bayern durchgesetzt. Dazu gehört auch das Gentechnikanbauverbot im Bayerischen Naturschutzgesetz.

„Darauf sind wir als ÖDP stolz“, betont Ruschitschka. „Obwohl wir nicht im Landtag vertreten sind, haben wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Bayerns gezeigt, dass Politik etwas bewegen kann. Diesen Erfolg für Natur, Landwirtschaft und Verbraucher wollen wir nicht wieder verlieren.“

Die ÖDP fordert die Europaabgeordneten deshalb auf, die geplanten Änderungen kritisch zu prüfen. Die Menschen sollen auch in Zukunft erkennen können, wie ihre Lebensmittel erzeugt wurden. Gleichzeitig müssen die Erfolge des Volksbegehrens Artenvielfalt erhalten bleiben.

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